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Was passiert mit dem Gehirn wenn wir Schlafen?

Ein Ratgeber für Beginner und Wissbegierige

Was passiert mit dem Gehirn wenn wir Schlafen

 Das Wichtigste zuerst: 

Das Gehirn während des Schlafes - Definition

Schlafen gilt als ein Zustand der äußersten körperlichen Ruhe. Während wir schlafen, verändert sich unsere Gehirnaktivität - in Abhängigkeit von der jeweiligen Schlafphase sind unterschiedliche Bereiche im Gehirn aktiv. 

Dass das Gehirn während des Schlafens nicht aktiv ist, ist also ein großer Irrtum. Unser Gehirn ist, solange wir leben, niemals abgeschaltet. Während der Ruhestunden laufen darin wichtige Prozesse ab, die unter anderem der Verarbeitung des Tagesgeschehens, dem Abbau von Stress und Giftstoffen oder der Vorbereitung auf den nächsten Tag dienen. 

Was genau mit uns passiert, wenn wir schlafen, bleibt bis heute ein Rätsel. Fest steht, dass Schlafen uns Eintritt in die unendlichen Weiten unseres Unterbewusstseins eröffnet.

Ein Beispiel

Hypnos ist in der griechischen Mythologie der Gott des Schlafs. Er war dafür verantwortlich, die Menschen und die Tiere in den Zustand des Schlafes zu führen. 

Er lebte in einem düsteren Tal, welches vom Fluss des Vergessens bewässert wurde und am Eingang seiner Höhle wuchsen Kräuter und Blumen, die eine schlafinduzierende Wirkung hatten. Hypnos trug zudem ein Füllhorn, welches mit Träumen gefüllt war. 

Die alten Griechen verehrten den Gott des Schlafs in Tempeln und häufig wurde ihm sogar nachgesagt, dass er der gutmütigste aller Götter sei. Dieses Beispiel aus der Mythologie zeigt, dass die Menschen sich der heilenden Wirkung des Schlafs schon vor Jahrtausenden bewusst waren und den Schlaf als ein Mysterium betrachten. 

Heute wissen wir dank wissenschaftlichem Vorschritt zwar einiges über das Gehirn während des Schlafens, doch das Thema bleibt zu großen Teilen weiterhin ein Rätsel.

Los geht's!

Nachdem du dir ein erstes grundlegendes Bild davon machen konntest, was mit unserem Gehirn passiert, wenn wir schlafen, ist es an der Zeit für mich, dich genauer in die Thematik einzuführen. Ich werde dir im Folgenden genauer erklären, was in deinem Gehirn jede Nacht, wenn du dich schlafen legst, passiert. Gehen wir weiter!

Du willst wissen was mit unserem Gehirn passiert während wir schlafen?

Kein Problem... erklären wir dir!

Heute zeigen wir dir, was mit deinem Gehirn passiert, wenn du schläfst. Du wirst nach dem Lesen dieses Artikels verstehen, was mit deinem Körper und deinem Geist jede Nacht passiert, wenn du ins Land der Träume reist. Du wirst diese Prozesse genauer nachvollziehen können, selbst wenn du dich zuvor niemals mit diesem Thema beschäftigt hast und vollkommener Anfänger auf dem Gebiet bist.

Ich kann mich genau daran erinnern, wie ich mich gefühlt habe, als ich zum ersten Mal auf das Thema gestoßen bin und mich darüber informieren wollte, was mit meinem Gehirn während der Nacht passiert. Ich war damals sehr neugierig und wollte möglichst viel über das Thema in Erfahrung bringen. Auch ich habe mich damals gefragt, was mit mir passiert, wenn ich schlafe.

In diesem REALTALK Ratgeber werde ich dir wichtige Informationen zu diesem spannenden Thema mit auf den Weg geben. Auf dich wartet ein besonders ausführlicher und informativer Artikel, der dir verraten wird, was mit dir und deinem Gehirn geschieht, wenn du schläfst.

Quellen durchforstet

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Deine gesparten Stunden

58

Lesezeit ca.

7 Min.

Das sind die konkreten Schritte:

Ich werde dir das Thema im Folgenden nun Schritt für Schritt genauer vorstellen, um dich langsam in die Thematik einzuführen. Die Schritte werden dir helfen, dass Thema Schlafen genauer zu verstehen und dich selbst auf eine vollkommen neue Weise kennenzulernen. Du wirst dadurch in der Lage sein, eine spannende Reise durch deinen eigenen Geist zu starten.

Gehirn während des Schlafes - Vorbereitung:

Schlafphasen und Schlafzyklen
Gehirnwellen während des Schlafens
Die REM-Schlafphase: Die Welt der Träume

Schlafphasen und Schlafzyklen


Was passiert mit dem Gehirn wenn wir Schlafen

Während jeder Nacht durchlaufen wir mehrere Schlafphasen und Schlafzyklen. Die Schlafphasen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Den Non-REM-Schlaf, welcher vier Schlafphasen umfasst, sowie die REM-Schlafphase. 

Die Non-REM-Phasen lassen sich in die Einschlafphase, die Leichtschlafphase, die Tiefschlafphase sowie die sehr tiefe Schlafphase unterteilen. Die REM-Schlafphase ist die Schlafphase, während der wir am meisten träumen. REM steht für Rapid Eye Movement, was daher rührt, dass wir während dieser Schlafphase unsere Augenlider häufig schnell bewegen. 

Die Schlafphasen verlaufen zyklisch von Phase 1 bis hin zur REM-Phase und beginnen schließlich erneut bei Phase 1. Ein Schlafzyklus dauert im Durchschnitt 90 bis 120 Minuten an. Jede Schlafphase dauert in der Regel zwischen 5 und 15 Minuten. 

Die ersten Schlafzyklen während der Nacht zeichnen sich durch kurze REM-Schlafphasen und längere Tiefschlafphasen aus. Später in der Nacht verlängern sich jedoch die REM-Phasen und die tiefen und sehr tiefen Schlafphasen werden kürzer.


Gehirnwellen während des Schlafens


Was passiert mit dem Gehirn wenn wir Schlafen

Gehirnwellen bezeichnen die Summe der elektrischen Aktivität in der Großhirnrinde. Diese Wellenmuster können mithilfe von Elektroden an der Kopfhaut in Verbindung mit einem Elektroenzephalogramm beobachtet werden. 

Die Gehirnwellen lassen sich, je nach Schwingungsspektrum, in Beta-, Alpha, Theta- und Delta-Wellen unterteilen. Anhand dieser Wellen lassen sich die unterschiedlichen Schlafphasen ausmachen. Betawellen haben eine Frequenz von 13 bis über 100 Hz und werden gemessen, wenn sich eine Person im Wachzustand befindet. 

Beim Einschlafen geht das Gehirn in den Alpha-Bereich über. Alpha-Wellen haben eine Frequenz von 8 bis 12 Hz und tauchen in entspannten Zuständen bei geschlossenen Augen auf. Sie kennzeichnen das Stadium zwischen Schlafen und Wachen und zeichnen sich durch einen Zustand angenehmer Entspannung und ruhigen, fließenden Denkens aus. 

Wusstest Du schon?

Von den meisten Ärzten wird eine Schlafdauer von etwa sieben bis acht Stunden empfohlen. Abhängig ist dies jedoch auch vom Alter. Je älter wir werden, desto weniger Schlaf benötigen wir. Mit durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht verschlafen wir somit in etwa ein Drittel unseres Lebens.

Thetawellen haben eine Frequenz von 4 bis 7 Hz und sind charakteristisch für das Schlafen, aber auch für tiefe Meditation und Trancezustände. Während des Theta-Zustands ist das Unterbewusstsein aktiv und es entstehen Fantasiebilder, Inspirationen und erste Traumsequenzen. 

Delta-Wellen haben eine Frequenz von 1-3 Hz und treten hauptsächlich im Tiefschlaf auf. Kennzeichnend für den Delta-Zustand sind traumloses Schlafen sowie Heilungsvorgänge, die während dieser Schlafphase ablaufen.


Die REM-Schlafphase: Die Welt der Träume


Was passiert mit dem Gehirn wenn wir Schlafen

Träume treten überwiegend während des REM-Schlafes auf. Wissenschaftler sind sich heutzutage einig, dass jeder Mensch träumt, auch wenn einige sich nicht an ihre Träume erinnern können. Was genau mit uns passiert, wenn wir uns auf Traumreisen begeben, bleibt bis heute ein teils ungelöstes Rätsel. 

Es existieren verschiedene Theorien darüber, warum wir träumen. Die gängigste Auffassung lautet jedoch, dass unser Gehirn dabei Eindrücke verarbeitet und Informationen sortiert. Zudem können wir während des Träumens vieles lernen - wir können beispielsweise unseren Fluchtinstinkt schulen oder uns sogar auf eine bevorstehende Prüfung vorbereiten. 

Träume erlauben uns zudem, in unser Unterbewusstsein einzutauchen und Inspiration und Anregung für den kommenden Tag zu sammeln. Nicht selten entstehen grandiose Ideen und Entdeckungen im Traum! Meist sind wir uns während des Traums nicht bewusst, dass wir gerade träumen. 

Eine Ausnahme bieten Klarträume oder luzide Träume. Während luzider Träume ist der Träumende sich bewusst, dass er gerade träumt und erlebt das Geschehen mit vollkommenem Bewusstsein. Zudem besteht sogar die Möglichkeit, in das Traumgeschehen einzugreifen und die Traumwelt auf eigene Faust zu erkunden. Jeder Mensch ist in der Lage, luzides Träumen zu erlernen. 

Der erste Schritt auf diesem Weg erfordert, sich mit seinen Träumen zu beschäftigen und diese nach dem Aufwachen gezielt in Erinnerung zu rufen. Schlafen bedeutet also nicht, dass das Gehirn inaktiv ist. Während dem Schlafen laufen im Gehirn verschiedene Prozesse ab, die sich in verschiedene Schlafphasen und Schlafzyklen unterteilen lassen. Das größte Mysterium des Schlafs stellt zweifelsohne der Traum dar. Was Träume tatsächlich sind, kann bis heute nicht mit eindeutiger Sicherheit gesagt werden. 

Die unendlichen Möglichkeiten der Klarträume beweisen jedoch, dass in unserem Gehirn während der Nacht weitaus mehr passiert als nur Erholung. Nach dem Lesen dieses Textes bist du nun in der Lage, selbst zu verstehen, was mit deinem Gehirn während des Schlafens passiert. 

Du kannst die Weiten deines Unterbewusstseins und deines Bewusstseins nun selbst weiter erforschen und dich selbst dabei besser kennenlernen. 

Das Gehirn und der Schlaf bleiben zwar weiterhin ein großes Rätsel, doch du kennst dich auf dem Gebiet nun schon etwas aus und kannst es weiter erkunden. Das waren die konkreten Schritte. Du kannst diese Informationen erst einmal auf dich wirken lassen und deine Traumwelt heute Nacht weiter erforschen.

Wusstest Du schon?

Fische schlafen ebenfalls. Da sie aber keine Augenlider haben, schlafen sie mit offenen Augen. Abhängig von der Art und Herkunft des Fisches schwimmen diese langsam weiter während sie schlafen oder verstecken sich lieber, damit sie vor Angriffen geschützt sind.

Abschließendes Fazit

Dank des Artikels "Was passiert mit dem Gehirn wenn wir schlafen?" kennst du dich mit dem Thema nun besser aus und musst nicht mehr zahlreiche ungenaue oder lückenhafte Artikel im Internet durchstöbern. Du weißt nun bereits eine Menge über das Gehirn während des Schlafs und kannst deinen eigenen Geist nun genauer erkunden. 

Wie du in diesem Artikel erfahren konntest, stellen uns das Gehirn und das Schlafen vor viele große Rätsel. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du dich jedoch Schritt für Schritt in die Welt der Träume begeben und mehr über dich selbst in Erfahrung bringen. 

Nun stellt es kein Problem mehr für dich dar, diese Reise zu wagen. Du hast nun alle Informationen die du brauchst, um die Welt deines Geistes während des Schlafens selbst zu erforschen. 

Bevor du dich jedoch ins Bett legst, bitten wir dich darum, uns einen Kommentar zu hinterlassen und uns mitzuteilen, was du zu diesem Thema denkst und welche Erfahrungen du bereits gemacht hast. Wir freuen uns auf deine Worte!

Quellenangabe:

(1) https://www.brainperform.de/schlafphasen/

(2) https://www.einfach-gesund-schlafen.com/gesund-schlafen/gehirnwellen-beta-alpha-theta-delta

(3) https://www.schlafzimmer.de/luzides-traeumen/

Weiterführende Studie/Statistik:

Hier ein paar interessante themenspezifische Studien zum Thema Schlaf:

FAQ:

Warum braucht das Gehirn Schlaf?

Das Gehirn arbeitet tagsüber ununterbrochen, da es fortlaufend Sinneseindrücke verarbeiten muss. Nach etwa 16 Stunden ist die Kapazität des Gehirns ausgelastet und es muss schlafen, damit sich seine Nervenzellen erholen können. Zudem laufen während des Schlafs Gedächtnisprozesse ab und Informationen werden im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Welche Schlafphasen gibt es?

Gesunder Nachtschlaf besteht aus fünf verschiedenen Schlafphasen: der Einschlafphase, der Leichtschlafphase, der Tiefschlafphase, der sehr tiefen Schlafphase sowie der REM-Schlafphase.

Warum träumt der Mensch?

Bis heute ist sich die Forschung nicht einig, warum der Mensch träumt - aus diesem Grund gibt es hierzu verschiedene Theorien. Die am weitesten verbreitete Ansicht ist, dass Menschen träumen, um Informationen, welche sie während des Tages sammeln, zu sortieren und sich vom Stress des Tages zu erholen. Zudem haben Träume eine therapeutische Wirkung und können als Training für bestimmte Situationen und sogar als Inspirationsquelle dienen.

Was verarbeitet das Gehirn nachts?

Es verarbeitet Eindrücke, Gelerntes und Emotionen. Zudem träumt das Gehirn jede Nacht während einem Fünftel unserer Schlafzeit. Früher glaubte man, das Gehirn sei in der Nacht inaktiv, mache eine Pause; es würde in gewisser Art und Weise selbst schlafen. Diese Annahme konnte aber im Laufe der letzten Jahre widerlegt werden.

Ist das Gehirn immer aktiv?

Unser Gehirn ist jeder Zeit aktiv, selbst wenn wir uns ausruhen oder schlafen. Wissenschaftler interessieren sich schon lange für diese ständige neuronale Aktivität des Gehirns, die Mehrheit von ihnen beschreibt sie als eine Art ,,Hintergrundrauschen".


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