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Was sagt die Wissenschaft zu Yoga?

Ein ausführlicher Ratgeber für Anfänger & Neugierige

Was sagt die Wissenschaft zu Yoga

 Das Wichtigste zuerst: 

Yoga und seine Auswirkungen wissenschaftlich belegt

Stress ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Ein enormer Leistungsdruck lastet nicht nur beruflich, sondern auch privat auf uns. Wir müssen den Anforderungen, die uns von außen und von uns selbst auferlegt werden, gerecht werden, wodurch enormes Stresspotenzial entsteht. 

Ein Beispiel

Aber auch Konzentrationsschwierigkeiten sind heute kein seltenes Phänomen, denn die sozialen Medien können uns ganz schön zusetzen. Beiträge, die in den sozialen Medien verfasst worden sind, berücksichtigen dabei den Umstand, dass Smartphone-User eine niedrige Aufmerksamkeitsspanne besitzen. Durch diese kontinuierlichen Beiträge sinkt unsere Konzentration, was sich negativ auf unser Berufs- und Privatleben auswirkt.

Los Gehts!

Yoga erfreut sich steigender Beliebtheit, was durchaus einen berechtigen Grund hat: Durch die Komplexität des Lebens steigt das Bedürfnis nach mehr Leistungsfähigkeit, nach mehr Gelassenheit und innerer Ruhe. Mit diesem Ratgeber möchten wir uns dem Thema Yoga widmen und dir erklären, welche Meinung die Wissenschaft zu Yoga vertritt.

Du willst wissen was die Wissenschaft zu Yoga sagt?

Kein Problem... erklären wir dir!

Heute zeigen wir dir, was es mit Yoga auf sich hat, wann das Praktizieren von Yoga Sinn macht und vor allem für wen
Yoga geeignet ist. Auch wenn du bisher noch nie etwas damit zu tun hattest oder kompletter Anfänger bist!

Ich kann mich noch erinnern, als ich das erste Mal auf das äußerst spannende Thema Yoga gestoßen bin und wie neugierig ich selber war. Ich hatte mich auch zunächst sehr gewundert, was Yoga überhaupt ist und warum man es machen sollte oder wofür es gut ist.

In diesem REALTALK Ratgeber werde ich dir alles wichtige mit auf den Weg geben, was du über Yoga wissen musst. Ohne unnötigen Kram. Es wartet auf dich der wohl ausführlichste Artikel, den es derzeit zu diesem Thema gibt.

Quellen durchforstet

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Die Vorgehensweise:

Bevor wir uns näher der Wissenschaft widmen, wollen wir uns mit den Grundlagen auseinandersetzen. So erfährst du, warum die Technik von immer mehr Menschen eingesetzt werden sollte, worin der Unterschied zur Meditation liegt und worauf es ankommt. Anschließend werden wir die wissenschaftlichen Erfolge näher herausarbeiten:

Yoga aus der Wissenschaft - Vorbereitung:

Grundlagen: Warum Yoga sinnvoll ist
Was ist Yoga überhaupt und worin besteht der Unterschied zur Meditation
Auf welche Faktoren kommt es an
Die Vorteile von Yoga

Grundlagen: Warum Yoga sinnvoll ist


Was sagt die Wissenschaft zu Yoga

Der übermäßige Medienkonsum wirkt sich nicht nur massiv auf unsere Konzentration aus, sondern ist auch der Hauptverursacher von Stress und depressiven Verstimmungen. Warum das so ist, liegt klar auf der Hand: Permanent werden wir überflutet mit den neuesten Nachrichten aus der Welt. 

Beschäftigen wir uns kontinuierlich mit vorwiegend schlechten Nachrichten, schlägt dies auf unsere Stimmung. Die Folge: Wir verlieren an Lebensqualität und unser glücklicher Alltag wird sichtlich beeinträchtigt. Nicht zu vergessen ist dabei der Stress, dem wir kontinuierlich ausgesetzt sind. 

Wir stehen auf der Arbeit in ständigem Wettbewerb mit unseren Arbeitskollegen, wodurch wir unsere eigenen Erwartungen anschrauben. Auch im Privatleben ziehen sich diese Anforderungen wie ein roter Faden durch unser Leben. 

Die Leistungsfähigkeit wird erheblich beeinträchtigt und auch körperliche Prozesse können nicht mehr in gewohnter Weise aufrechterhalten bleiben. 

Sind wir einmal in diesem Zustand, sehnen wir uns nach innerer Ruhe, Entspannung, mehr Leistungsfähigkeit und Flexibilität. Und genau hier setzt Yoga an und kann uns zahlreiche Vorteile bringen.


Was ist Yoga überhaupt und worin besteht der Unterschied zur Meditation?


Was sagt die Wissenschaft zu Yoga

Yoga kann auf eine 5000 Jahre alte Geschichte zurückgreifen und hat ihre Ursprünge in Indien. Dabei kann der Begriff Yoga mit "Vereinigung" übersetzt werden. Vor allem als Fitnessübungen ist Yoga in unserer Gesellschaft bekannt geworden. 

Die Technik zielt vor allem auf einen Kraftaufbau, eine Optimierung der Flexibilität und Dehnung des Körpers ab. Körper und Geist sollen dabei in Einklang gebracht werden, durch verschiedene Strategien wie Posen (Asanas), Atemtechniken oder auch Meditationen. 

Alle Techniken haben dabei das Ziel, sowohl das Wohlbefinden als auch das Gleichgewicht zu optimieren. Bei Yoga handelt es sich nicht nur um ein Work-out, sondern um eine grundlegende Lebenseinstellung.

Anhänger von Yoga führen eine komplette yogische Lebensphilosophie, wo auch eine yogische oder ayurvedische Ernährung einen festen Bestandteil hat. Meditationen stellen einen wesentlichen Bestandteil dar, allerdings bedeutet Yoga mehr als das. 

Meditationen bestehen hingegen nicht aus einem körperlichen Work-out, denn hier geht es um Stille. Während dieser Übungen konzentrierst du dich auf deinen Atem und nimmst deinen Körper wahr. Mit diesen Techniken soll eine Bewusstseinsvergrößerung bewirkt werden durch den Fokus auf den eigenen Geist.


Yoga und seine Bestandteile


Was sagt die Wissenschaft zu Yoga

Der Leitfaden, aus dem Yoga besteht, geht auf den indischen Gelehrten Patanjali zurück. Dieser vereint körperliche wie auch geistige Komponenten und soll langfristig zu mehr Lebensqualität führen. Damit verfolgt Yoga nicht nur das Ziel, einen leistungsfähigen und geschmeidigen Körper zu entwickeln, sondern eine gesunde und innere Haltung herzustellen. 

Der Leitfaden besteht damit aus folgenden Säulen: Yamas, Niyamas, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi. Die fünf Yamas sind Lebensgrundsätze, die unseren Umgang mit der Umwelt regeln. Hierzu zählen beispielsweise Gewaltlosigkeit, Nicht-Stehlen, Gewaltlosigkeit, Nicht-Horten und Maßhalten. Niyamas ist für unseren Umgang mit uns selber verantwortlich. 

Auf diese Weise werden Dinge geregelt wie die Selbstdisziplin, die Zufriedenheit, die Selbstreflexion, die Reinheit und das Vertrauen in eine höhere Kraft. Sowohl die Yamas als auch die Niyamas sind damit als Verhaltenskodex zu verstehen, mit der das Verhalten mit der Umwelt und uns selber geregelt wird. Asana wird mit Körperhaltung übersetzt und sollen den Körper auf die Schritte vorbereiten, die im Programm stehen oder auf die Haltungen in den Meditationen. 

Mit Pranayama ist der Umgang mit dem eigenen Atem gemeint. Ein wesentlicher Bestandteil im Yoga sind Atemübungen, deren Kontrolle und Steuerung. Pratyahara bedeutet der Rückzug der Sinne. Während der Übungen versuchen wir die äußeren Eindrücke und Sinneswahrnehmungen auszublenden. Das hilft uns bei den Konzentrationsübungen. Mit Dharana wird die Konzentration auf den Geist gelenkt. 

Die Dhyana bedeutet Meditationen, während mit Samadhi der Zustand innerer Freiheit und Glückseligkeit gemeint ist. Aus diesem Pfad wird deutlich, dass es bei Yoga um mehr geht als um bestimmte Asanas, denn auch alle anderen Elemente haben die gleiche Bedeutung und sind von gleicher Wichtigkeit. 

Damit verfolgt Yoga einen ganzheitlichen Ansatz, um positive Auswirkungen auf Körper und Geist zu erzielen. Nicht nur die mentalen und körperlichen positiven Auswirkungen stehen bei Yoga im Vordergrund, sondern vor allem die Selbstakzeptanz und die Selbstreflexion. 

Es geht vor allem darum, sich und die eigenen Bedürfnisse anzuerkennen und sein Leben dementsprechend darauf einzustellen.


Yoga und seine Vorteile für Körper und Geist


Yoga hat für Körper und Geist zahlreiche positive Eigenschaften, die im Anschluss erläutert werden sollen. Dazu zählen unter anderem Entspannung, Stimmungsaufheller, Stressabbau, Optimierung der Flexibilität oder auch die Senkung des Blutdrucks.


Entspannung


Wer kennt es nicht, nach einem langen Arbeitstag im Büro lassen auch Verspannungen und Nackenschmerzen nicht lange auf sich warten. Auch Rückenprobleme sind keine seltenen Beschwerden in unserer Gesellschaft. Ein Yoga Work-out sorgt hier für die notwendige Entspannung und entfaltet seine positiven Auswirkungen besonders auf das parasympathische Nervensystem, auf den Rücken und die Wirbelsäule.


Stimmungsauf-heller


Du hast ein Stimmungstief oder depressive Verstimmungen? Durch regelmäßige Yoga-Übungen kannst du dein Glücksgefühl anheben und positiver durch das Leben gehen.


Stressabbau


Nicht nur körperliche Verspannung lassen sich durch Yoga abbauen, sondern auch Stresszustände. Dafür ist die Bauchatmung durch die Nase besonders gut geeignet, denn diese wirkt besonders beruhigend.


Optimierung der Flexibilität


Durch ein Yoga-Work-out verbesserst du die Beweglichkeit deines Körpers. Automatisch verleihst du damit deinen Muskeln, Bändern und Sehnen mehr Flexibilität.


Senkung des Blutdrucks


Auch auf dein Herz- und Kreislaufsystem entfaltet Yoga seine positiven Wirkungen. Die tiefe Bauchatmung kann somit zu einer Verbesserung der Lungenkapazität beitragen, wodurch sowohl Kondition als auch Ausdauer erhöht werden.


Was sagt die Wissenschaft zu Yoga


Was sagt die Wissenschaft zu Yoga

Yoga hilft nachweislich gegen Schmerzen. So wurden von der Charité in Berlin eine Nackenschmerzen-Studie durchgeführt. Eine Gruppe der Probanden führte über einen Zeitraum von 10 Wochen einmal wöchentlich ein 90-minütiges Yoga-Work-out durch. Der andere Teil hingegen absolvierte ein Rückenschulprogramm. Das Ergebnis war, dass die Yoga-Teilnehmer weniger Schmerzen hatten als die andere Gruppe.

Eine andere Studie überprüfte die Rückenschmerzen. Diese Studie wurde von der University of Washington in Seattle durchgeführt. Die Probanden absolvierten dabei über einen Zeitraum von einem halben Jahr einmal wöchentlich Yoga. Das Resultat war, dass fast 80 % nicht mehr auf Schmerzmittel angewiesen waren. 

Yoga ist laut wissenschaftlichen Erkenntnissen sogar besser als Sport. Hierzu wurde eine Studie der University of California in Los Angeles durchgeführt. Untersucht wurden die Ergebnisse von Yoga im Vergleich zu Aerobic. Sport wird oft nachgesagt, dass sich Stressabbau fördern und die Stimmung aufhellen lässt. 

Diese Auswirkungen von Yoga auf den Körper wurden durch diese Studie sogar noch übertroffen. Auch der Schlaf wurde wissenschaftlich untersucht. Dazu wurde an der Harvard University in Boston eine Schlafstudie durchgeführt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass nach 8 Wochen die Yoga-Gruppe von einer erhöhten Schlafqualität profitieren konnte. Dieses Ergebnis bestand selbst noch Monate nach Beendigung der Studie. 

Eine ähnliche Studie wurde auch von der Yale University durchgeführt, die eine Anti-Stresswirkung von Yoga belegte. Probanden, die vor der Studie unter Bluthochdruck litten, konnten nach der Studie die Dosierung ihrer Medikamente reduzieren. Yoga hilft gegen Depression und kann die Stimmung aufhellen. Dies wurde von der Boston University School of Medicine wissenschaftliche belegt. 

Für diese Studie wurde die GABA-Konzentration im Gehirn mithilfe der Magnetresonanzspektroskopie untersucht. Festgestellt werden konnte, dass durch Yoga-Einheiten sich der beruhigende Botenstoff Gamma-Aminobuttersäure erhöhten lässt. Menschen, die unter einer Depression leiden, haben oft einen geringeren Anteil an GABA als Menschen, die unter keiner Depression leiden. 

Eine Studie der University of California untersuchte Auswirkungen auf Prostata-Krebspatienten. 30 Probanden standen für diese Studie zur Verfügung, die eine Kombinationstherapie erhielten. 

Diese bestand aus einem täglichen Spaziergang, einer Stunde Yoga und vegetarischer Ernährung. Das Gewebe wurde im Anschluss untersucht. Viele Gene waren nach Abschluss der Studie ausgeschaltet, das betraf auch Krebs-Gene. Damit kann Yoga sogar bestimmte Erbanlagen vernichten.

Abschließendes Fazit

Yoga zielt darauf ab, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Nicht nur Verspannungen und Rückenschmerzen lassen sich reduzieren, sondern der Körper wird allgemein geschmeidiger, flexibler und kräftiger. Aber nicht nur auf körperlicher Ebene lassen sich zahlreiche Effekte erzielen, sondern der mentale Bereich ist dabei nicht zu vernachlässigen. 

Praktizierst du regelmäßig Yoga, kannst du zum effektiven Stressabbau beitragen, dein Bewusstsein vergrößern und mehr Lebensqualität erreichen. 

Gerade diese Aspekte sind besonders wichtig, da wir in einer komplexen Gesellschaft leben, wo Ruhe und Entspannung zu Fremdwörtern geworden sind. 

Wissenschaftlich konnte sogar belegt werden, dass Yoga nachweislich Schmerzen lindert, die Stimmung anhebt und sich die Schlafqualität optimieren lässt.

Quellenangabe:

(1) https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/903-rtkl-alternative-medizin-wie-und-warum-wirkt-yoga-das-sagt-die-wissenschaft

(2) https://www.yogaeasy.de/artikel/ich-ich-ich-macht-zu-viel-pratyahara-neurotisch

(3) https://www.tennisnet.com/news/we-care-life-wochentipp-acht-saeulen-des-yoga

Weiterführende Studie/Statistik:

Hier ein paar interessante wissenschaftliche Studien zum Thema Yoga:

FAQ:

Was ist Yoga?

Yoga ist eine Lebenseinstellung, die ihren Ursprung in Indien hat und auf eine mittlerweile 5000 alte Geschichte zurückblicken kann. Mit speziellen Übungen sollen mehr Lebensqualität und Wohlbefinden realisiert werden.

Ist Yoga gleichbedeutend mit Meditationen?

Es kann ein Bestandteil von Yoga sein, aber es stellt nur ein Element dar. Wenn du Meditationen ausübst, praktizierst du Stille und konzentrierst dich auf deinen Atem. Bei Yoga sind aber auch spezielle Work-Outs ein wesentlicher Bestandteil.

Warum ist Yoga vorteilhaft?

Yoga hat bestimmte, positive Auswirkungen auf deine Gesundheit. Auf körperlicher und mentaler Ebene kannst du Verspannungen lösen und deine Stimmung anheben.

Sind die Auswirkungen wissenschaftlich belegt?

Bestimmte wissenschaftliche Studien konnten gesundheitliche Auswirkungen nachweisen.

Kann man mit Yoga den Körper straffen?

Yoga strafft nicht nur den Körper, sondern macht dich ganz nebenbei beweglicher. Viele der Asanas dehnen nämlich die Muskulatur. Beim Yoga sollte das aber möglichst sanft geschehen. Am besten in Verbindung mit einer tiefen Atmung.


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