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Welche Symptome bei Stress? 

Ein ausführlicher Ratgeber für Anfänger & Neugierige

Welche Symptome bei Stress

 Das Wichtigste zuerst: 

Das gehört alles zu den Symptomen bei Stress

- Anspannung der Muskeln

- Kurzatmigkeit

- Hoher Blutdruck

- Magenschmerzen

- Sexualprobleme

- Psychische Krankheiten

- Depressionen

- Panikattacken

- Burn-Out

Ein Beispiel

Schlaflosigkeit ohne exzessiven Koffeinkonsum, Hunger trotz exzessiver Nahrungsaufnahme, große Gereiztheit ohne konkreten Anlass - mit all diesen Dingen können sich Menschen konfrontiert sehen. In manchen Fällen treten sogar mehrere Faktoren gleichzeitig auf den Plan. Die Ursache hierfür ist häufig dieselbe: Stress. 

Dieser kann auf unterschiedlichsten Ebenen entstehen, sowohl auf beruflichen als auch auf privaten. Aber welche Symptome können bei Stress alle auftreten? Woran merkst du ganz konkret, dass du momentan unter einem zu hohen Maß an Stress leidest? Dies zu klären soll das Ziel des nun folgenden Textes sein. Denn wie sonst auch gilt es bei dieser Form des Unwohlseins, das Übel an der Wurzel zu packen, anstatt sich lediglich auf Symptome zu fokussieren. Und hierfür ist es zwingend erforderlich herauszufinden, um was für ein Übel es sich handelt.

Los gehts

Jetzt wo du nun grundlegend ein Bild davon hast, was in das Thema Symptome bei Stress reingehört möchte ich dir weiterführend noch genauer wichtige Aspekte erläutern. Leeeeets GO! 

Stopp! Das ist außerdem extrem entscheidend:

Was genau ist eigentlich Stress?

Grundsätzlich sollte dir eines bewusst sein: Stress an sich ist nichts Negatives, sondern eine völlig natürliche Reaktion deines Organismus. Man könnte sagen, hierdurch reagiert dein Körper auf Situationen, welche du als unangenehm oder sogar bedrohlich empfindest. 

In manchen Fällen kann das Auftreten von Stress sogar überlebenswichtig sein, da genau er es ist, welcher es uns ermöglicht, in gefährlichen Situationen möglichst schnell zu handeln. Stell dir in diesem Zusammenhang einfach einmal einen Höhlenmenschen, sprich einen unserer Vorahnen vor, der sich in unmittelbarer Konfrontation mit einem sehr gefährlichen Tier befindet, beispielsweise (und sehr passend) einem Höhlenbären. 

Würde besagter Mensch in einer solchen Situation keinen Stress empfinden, welcher es ihm ermöglicht binnen kürzester Zeit zu entscheiden, ob er zum Angriff übergeht oder flieht, wäre seine Überlebenschance noch wesentlich geringer, als sowieso schon. Allerdings zeigt uns jenes Beispiel aus grauer Vorzeit ebenfalls ganz genau auf, warum Stress gerade heutzutage nicht nur ein Retter in der Not, sondern auch etwas sein kann, das uns krank macht. 

Denn unser innerer Stressmechanismus ist nach wie vor auf das Zusammentreffen von Höhlenmensch und Höhlenbär bzw. vergleichbare Situationen programmiert. Es geht also um akute Gefahren, welche relativ schnell durch Angriff oder Flucht bewältigt werden können. Nervenaufreibende Arbeitstage oder entsprechende häusliche Situationen können jedoch nicht auf diese Weise bewältigt werden, jedenfalls ist dies auf gar keinen Fall zu empfehlen. Stuft dein Organismus solche Dinge als unangenehm oder gar bedrohlich ein und dauern entsprechende Situationen außerdem relativ lange an, folgt hieraus eine wiedernatürlich lange andauernde Stressreaktion, was letztlich sowohl deiner körperlichen als auch deiner psychischen Gesundheit schadet. 

Im Extremfall kann es sogar dazu kommen, dass das Stressniveau überhaupt nicht mehr wirklich absinkt. In so einem Fall spricht man von chronischem Stress.

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Welche Symptome bei Stress?

Wie unterscheidet man die Symptome?

Hierbei sollte zunächst zwischen körperlichen und psychischen Stresssymptomen unterschieden werden. Zwar sind Körper und Psyche letztlich untrennbar miteinander verbunden, jedoch gibt es teilweise große Unterschiede hinsichtlich der jeweiligen Beschaffenheit beider. Konkret heißt das, manche zeigen in Verbindung mit einem Übermaß an Stress vermehrt körperlich, andere mehr psychische Symptome.

Grundsätzlich kann sich ein zu hohes Stressniveaus auf verschiedenste Bereiche deines Körpers auswirken und diese schädigen. Inwieweit dies geschieht, hängt einerseits selbstverständlich von der Höhe der Überdosis an Stress ab. Andererseits spielt die individuelle Konstitution eine wichtige Rolle. Aufgrund dieser können manche Menschen Stress einfach besser verarbeiten als andere.

Symptome bei Stress sind unter anderem :

Anspannung der Muskeln
Kurzatmigkeit
Hoher Blutdruck
Magenschmerzen

Muskeln


"Du bist so angespannt." Diese Aussage ist dir aus Situationen, in denen du unter Stress gestanden hast, wahrscheinlich bekannt. Und tatsächlich liegt in ihr sehr viel mehr Wahrheit, als man auf den ersten Blick glauben möchte. Denn unter kommt es zu einer reflexartigen Anspannung der Muskeln. Ist die Stresssituation vorüber entspannen sie sich wieder. 

Im Falle von chronischem Stress, also einer nie wirklich endenden Stresssituation, sind die Muskeln jedoch dauerhaft angespannt. Schmerzen in der Schulter- und Nackenpartie sind häufig die Folge. Aber auch der untere Rücken oder die Arme können betroffen sein.


  Atmung


Wusstest Du schon?

Ein Leben ohne Rauchen ist wohl das beste Mittel zur Vorbeugung von Kurzatmigkeit. Weiterhin sind die allgemeinhin bekannten Mittel der sportlichen Bewegung an frischer Luft, sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung immer Garanten für ein gesünderes und längeres Leben.



Kurzatmigkeit ist häufig eine Folge von übermäßigem Stress dar. Bist du relativ gesund, besteht hierin keine größere Gefahr. Anders verhält es sich, wenn du unter Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung (kurz: COPD) oder Asthma leidest. Bezüglich Letzterem kann es unter starkem Stress sogar zu Asthmaanfällen kommen.


  Herz-Kreislauf-System


Auch das sprichwörtliche "Herzklopfen" hat einen sehr realen Hintergrund: In einer Stresssituation schlägt dein Herz deutlich kräftiger und schneller. Es kommt zu einer Erweiterung jener Gefäße, welche die großen Muskeln mit Blut versorgen. Der Blutdruck erhöht sich. Für Verhaltensweisen wie Angriff oder Flucht ist dieser Zustand ideal. Bleibt jedoch wie im Falle von chronischem Stress der Blutdruck dauerhaft erhöht, steigt hierdurch das Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Wusstest Du schon?

Ein erwachsener Mensch hat eine durchschnittliche Herzfrequenz von etwa 75 Schlägen pro Minute, den gleichen Wert wie ein ausgewachsenes Schaf.



 Magen-Darm-Trakt


Welche Symptome bei Stress?

Stress kann einem auch auf den Magen schlagen. Mittels des Vegetativen Nervensystems (kurz: VNS) sind Gehirn und Darm dauerhaft miteinander verbunden. Dadurch kann es bei zu viel Stress zu Magenschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung kommen. Aber auch die Darmflora kann sich unter derartigen Umständen dahingehend verändern, dass man beispielsweise mehr isst, als optimal wäre. Dies führt schnell zu Übergewicht, woraus sich wiederum diverse negative Konsequenzen für Körper und Psyche ergeben.


  Sexualverhalten 


Bei Frauen besteht die Möglichkeit, dass sich aufgrund von übermäßigem Stress die Menstruation zeitlich verschiebt, generell merklich unregelmäßiger wird oder sogar ganz ausbleibt. Auch kann es dabei vermehrt zu Schmerzen kommen. Letztlich wird hierdurch auch die Empfängnis erschwert. 

Einen Sonderfall im Bezug auf das Thema Stress stellen schwangere Frauen dar: Bei diesen erhöht sich dadurch das Risiko an Depressionen oder einer Angststörung zu erkranken. Und auch das ungeborene Kind kann aufgrund von zu viel Stress der Mutter negativ beeinflusst werden. Diesbezüglich sind Entwicklungsstörungen und nach der Geburt eine gestörte Mutter-Kind-Bindung möglich.

Bei Männern kann ein zu hohes Maß an Stress die Produktion des Sexualhormons Testosteron reduzieren. Hierdurch sinkt das Verlangen nach Sexualität ab. Es kann zu Erektionsstörungen und sogar Impotenz kommen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass aufgrund von zu viel Stress die Qualität der Spermien negativ beeinflusst wird.


  Psychische Symptome 


Häufige Angst oder Wut, ein dauerhaftes Gefühl der Unzufriedenheit, leichte Reizbarkeit, übermäßige Nervosität, Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und das ständige Gefühl einer inneren Unruhe. Alle diese Dinge können sich bemerkbar machen, sind jedoch noch relativ leichte Beschwerden, welche als Symptome bei Stress auftreten. 

Ohne ein rechtzeitiges Entgegenwirken dieser Negativkonsequenzen können hieraus jedoch auch merklich schwerwiegendere psychischen Probleme erwachsen. Einige Beispiele hierzu werden im Folgenden erläutert. 

Hierbei wirst du bemerken, dass genau wie körperliche Symptome, psychische Symptome ebenfalls geneigt sind, körperlich Beschwerden auszulösen.


 Depressionen


Welche Symptome bei Stress?

Wer unter Depressionen leidet, fühlt sich ständig niedergeschlagen, wodurch sowohl sein Denken und Fühlen als auch sein Handeln beeinflusst wird. Eine Expertin bzw. ein Experte diagnostiziert dieses psychische Leiden für gewöhnlich, wenn die entsprechenden Symptome seit mindestens 14 Tagen vorliegen. Hierzu zählen außerdem eine ungewöhnlich stark gedrückte Stimmung und das Gefühl einer inneren Leere. 

Bezüglich ihres Alltags verlieren Betroffene häufig das Interesse an ihren Hobbies und empfinden auch sonst, z.B. hinsichtlich ihres Berufes, keinerlei Freude mehr. Typisch ist außerdem ein hohes Maß an Antriebslosigkeit. 


 Panikattacken


Eine solche Attacke stellt einen Zustand intensiver Angst dar. Dieser kann ohne besondere vorherige Anzeichen eintreten und bis zu 30 Minuten andauern. Typische Symptome sind starkes Herzrasen, Schwindel und das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen.


 Burn-Out


Übersetzt du diesen Anglizismus ins Deutsche, erhältst du bereits eine relativ treffende Beschreibung dieses psychischen Problems: Tatsächlich fühlt man sich "ausgebrannt"Man ist übermäßig stark erschöpft, sowohl auf der geistigen und emotionalen als auch auf der körperlichen Ebene. 

Weitere Symptome ähneln denen einer typischen Depression: Lustlosigkeit, leichte Reizbarkeit, Versagensängste, Schlafstörungen, Probleme sich zu konzentrieren und eine stark verminderte Motivation. Auf der körperlichen Ebene kann es beispielsweise zu einem Hörsturz oder Tinnitus kommen. Jetzt wirst du dich vielleicht fragen, worin eigentlich der Unterschied zwischen einer Depression und einem Burn-Out besteht. 

Tatsächlich wird beides häufig miteinander vermengt. Hierbei gilt es jedoch zu bedenken, dass Burn-Out ausschließlich als ein Resultat von übermäßigem Stress angesehen wird, während Depressionen darüber hinaus auch noch andere Ursachen haben können.

Abschließendes Fazit

Jetzt weißt du, was zu viel Stress auslösen kann. Tatsache ist, auch wenn er eine völlig natürliche und sogar notwendige Reaktion unseres Organismus darstellt, zu viel davon macht uns krank. Genauso gilt es jedoch zu bedenken, dass viele hiervon Betroffene ihr zu hohes Stressniveau nicht einfach von heute auf morgen reduzieren können. In solchen Fällen gilt es, zunächst so viel dagegen zu tun wie irgend möglich.

Konkret heißt das, sich zunächst des Problems bewusst zu werden und anschließend gezielt dagegen vorzugehen. Dies geschieht, indem man sich so viele Phasen der Ruhe und Entspannung nimmt, wie der jeweilige Alltag zulässt. 

Fällt es einem schwer, zur Ruhe zu kommen, könne spezielle Übungen wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation (kurz: PMR) Abhilfe schaffen. 

Bevor du nun jedoch raus in die weite Welt gehst und nun versuchst deine Stresssymptome zu bekämpfen, lasse uns bitte einen Kommentar da, was deine Gedanken zu Symptomen bei Stress sind. Wir freuen uns auf dich!

Quellenangabe:

(1) https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/?s_kwcid=AL!10517!10!84112757851241!84113076970614&cid=aok;1;4;Gesundheitsmagazin;2;42

(2) https://burghof-klinik.com/die-klinik/behandlungsfelder-mit-diagnosen/burnout/

(3) ga-albrecht.eu/interview-depressionen-burnout/

Weiterführende Studie/Statistik:

Hier eine interessante themenspezifische Studie zum Thema Burn-Out und Gesundheitswesen.

https://www.praktischarzt.de/magazin/aktuelle-studie-burnout-bedroht-das-gesundheitswesen/

FAQ:

Wie reagiert der menschliche Körper auf Stress?

Bei Stress weiten sich die Bronchien, um mehr Sauerstoff aufzunehmen. Dadurch wird die Atmung schnell und flach. Zudem schlägt das Herz schneller und stärker, wodurch der Blutdruck steigt und sich die Blutgefäße verengen.

Was macht Stress mit der Psyche?

Wenn der Stress länger anhält, leider das Psychische Wohlbefinden, da sich oft ein anhaltendes Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung einstellt. Dies kann zu Depressionen, Angstzuständen oder Erschöpfung führen.

Wie lange braucht der Körper, um sich von Stress zu erholen?

Physische und psychische Stresssymptome brauchen Zeit um abgebaut zu werden. Nach hohen Stressphasen kann es sogar mehrere Wochen dauern bis man sich wieder erholt.

Was für Arten von Stress gibt es?

Stress kann prinzipiell in zwei Arten unterteilt werden: Eustress (positiver Stress) und Distress (negativer Stress).

Kann sich Stress auf die Haut auswirken?

Bei Stress kann die Lipidbarriere der Haut angegriffen werden. Die Folge: Die Feuchtigkeit verdunstet schneller und die Haut trocknet aus.

Wie wirkt sich Stress auf die Muskeln aus?

In einer Stresssituation spannen sich die Muskeln automatisch an. Hält der Stress an, kommt es zu einer chronischen Verspannung. Die Folge: Haltungsschäden sowie Rücken- oder Nackenschmerzen.

Was ist Stress kurz erklärt?

Stress bezeichnet die eigene und psychische Reaktion sowie die wahrgenommene Belastung durch bestimmte äußere Reize (Stressoren).

Woher kommt der Begriff Stress?

Etymologisch kommt das Wort Stress von dem lateinischen Wort ,,stringere": in Spannung versetzen.

Wie reagiert der Körper auf Dauerstress?

Magen und Darm reagieren empfindlich auf Dauerstress. Durch das erhöhte Cortisol kann es mit der Zeit zu Sodbrennen, Durchfall oder sogar zu Magengeschwüren kommen.

Was passiert in unserem Gehirn bei Stress?

Langanhaltender Stress bringt unser neuronales Netzwerk aus dem Gleichgewicht und kann zu dauerhaften Veränderungen in unserer Gehirnstruktur führen. Die Amygdala wird größer, der Hippocampus und der präfrontale Kortex schrumpfen.


Was denkst du darüber? Schreib es uns in die Kommentare!

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