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Wie oft soll man Meditieren?

Ein Artikel für Neugierige und Meditationsanfänger

Wie oft soll man Meditieren

 Das Wichtigste zuerst: 

Do´s 

- regelmäßige Zeiten für Meditation im Tagesablauf einplanen

- die Dauer des Meditierens im Vorhinein festlegen und sich in der Länge steigern

- das Meditieren als tägliches Ritual in den Tagesablauf integrieren


Dont´s

- Die Achtsamkeitspraxis in stressigen Zeiten komplett ausfallen lassen

- dich mit Erwartungshaltungen unter Druck setzen

- schnellen Erfolg als Ziel


Beispiel Do´s

Da sich die Wirkung der Meditationspraxis dann am deutlichsten entfaltet, wenn du dir täglich bewusst Zeit dafür nimmst, empfehlen wir dir, ein festes "Date mit dir selbst" und gegebenenfalls deinem Meditationskissen, deiner Yogamatte oder Klangschale in deinem Alltag auszumachen. 

Ob dies am Morgen, in der Mittagspause oder am Abend stattfindet, ist vorerst mal Geschmackssache. Zu den Vorzügen der einzelnen Tageszeiten wollen wir später noch eingehen.

Beispiel Dont´s 

In Zeiten, in denen dein Terminkalender fast aus allen Nähten platzt und dieser Termin jener Deadline hinterherjagt, neigen wir gerne dazu, tägliche Selbstfürsorge und Achtsamkeit unter den Tisch fallen zu lassen. Besonders in jenen Phasen empfiehlt es sich aber, weiterhin Lücken für das Meditieren freizuhalten. 

Zum einen kann es uns nämlich dabei helfen, Distanz zu den Emotionen zu gewinnen, die vielleicht gerade von Stress oder Zukunftsängsten geprägt sind. Weiterhin hilft die Veränderung des Fokus uns, die aktuelle Lage aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. 

Und Perspektivveränderungen ziehen nicht selten neue Lösungsansätze nach sich. Wenn es also schnell gehen muss, nimm dir lieber weniger Zeit wie üblich, als das Meditieren ganz ausfallen zu lassen. Und in der kurzen Zeit gelingt es dir dann vielleicht sogar besser, reinen Gewissens präsent im Moment zu sein.

Los geht's

Jetzt hast du schon mal einen groben Überblick bekommen, worum es in dem Artikel "Wie oft soll man meditieren?" geht. Im Folgenden beschäftigen wir uns genauer mit der Frage "Wie oft soll man meditieren?", um eine Antwort für deine individuelle Meditationspraxis zu finden.

Du willst nun konkret wissen
Wie oft  man Meditieren soll?

Kein Problem... erklären wir dir!

Heute zeigen wir dir, wie du die Frage nach der Häufigkeit deiner Meditationspraxis meistern kannst, um am Besten von dieser profitieren zu können. Dabei spielt es keine Rolle, ob du ein Anfänger bist, der vielleicht das Meditieren gerade zum ersten Mal für sich entdeckt oder du schon einige Erfahrung hast, oder du eine Antwort auf die Frage, welche Häufigkeit sich für deine Meditationspraxis am besten eignet, finden willst.

Als ich meine ersten Stunden auf dem Meditationskissen verbracht habe, war ich häufig verunsichert darüber, wie oft ich dieses Ritual nun wiederholen solle, um mein Ziel, die Aufgaben meines Alltags mit mehr Fokus zu meistern und auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren, erreichen zu können.

Zugegebenermaßen hatte ich wenig Ahnung davon und so gab es Wochen, in denen ich diszipliniert täglich eine Stunde meditiert habe und dann gab es wiederum Phasen, da habe ich es wochenlang gar nicht getan oder mal hier, mal dort ein paar Minütchen vor mich hin meditiert. 

Hätte ich mich im Vorhinein mit der Frage beschäftigt, wäre mir klar gewesen, wie wichtig das richtige Maß der Regelmäßigkeit ist, um die wunderbaren Effekte, die Meditationspraxis mit sich bringen kann, zu entfalten.

Quellen durchforstet

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Deine gesparten Stunden

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7 Min.

Wie oft soll man Meditieren?

Das sind die exakten Schritte:

In diesem Artikel zeig ich dir umfassend, wie du mit dem richtigen Maß zu bemerkenswerten Erfolgen kommst.

Das sind die wichtigsten Schritte:

1. Finde deine Meditations-Tageszeit
2. Die richtige Länge finden
3. Motiviere dich, um mit deiner Meditation am Ball zu bleiben

1. Finde deine Meditations-Tageszeit


Wie oft soll man Meditieren

Zum Sonnenaufgang, in der Mittagspause oder doch eher in den Abendstunden? Du kannst dich eigentlich zu jeder Tageszeit deiner Meditationspraxis widmen. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine routinierte Uhrzeit in deinem Tagesablauf. 

So wird das Meditieren schneller und leichter zur festen Gewohnheit. Anfangs hat es mich noch sehr viel Überwindung gekostet, mich jeden Tag nach dem Aufstehen meinen Asanas und meinen Atemübungen zu widmen. Mittlerweile komme ich sogar leichter aus dem Bett, weil ich mich täglich auf dieses Morgenritual freue und es mir einen guten Start in den Tag gibt.

Die Ayurvedalehre und auch die traditionelle chinesische Medizin empfiehlt, die Meditationspraxis in den Morgenstunden zu vollziehen. Der Geist und die Funktionen unseres Körpers, wie die Verdauung, orientieren sich demnach an unserer inneren Uhr. Ab ungefähr fünf Uhr werden unsere Organe und der Energiefluss aktiviert.

Sandhya wird in den indischen Schriften die Übergangszeiten zwischen Tag und Nacht bezeichnet. Demnach eignen sich diese am besten, um spirituelle Übungen zu machen oder sich Zeit für die Achtsamkeitspraxis zu nehmen. Wenn sich deine Achtsamkeitspraxis morgens also gar nicht einrichten lässt, ist also auch der Abend eine energetisch gute Zeit, um dich mit dir selbst zu verbinden.

Das Wichtigste ist allerdings, überhaupt Zeit für das Meditieren zu finden. Auch zwischendurch, wie zum Beispiel in der Mittagspause oder vielleicht als erstes Ritual nach deinem Arbeitstag lassen sich Lücken finden. Vielleicht tut es dir persönlich gerade zu dieser Zeit besonders gut, um durch das Innehalten einen Frischekick und Fokus für den weiteren Tag zu bekommen. Probiere also einfach am besten aus, was für dich passt.


2. Die richtige Länge finden

Wie oft soll man Meditieren

Da es so viele unterschiedliche Arten von Meditation gibt, ist die Frage nach der Länge sehr individuell zu beantworten. Die kontemplative oder passive Meditationsart führst du entweder im Liegen oder Sitzen aus, ohne dich dabei zu bewegen. 

Fokus der Meditationseinheit kann dein Atem oder das Licht einer Kerze sein. Diese Form kann eine sehr intensive Erfahrung sein und am Anfang kann man diese noch nicht so lange ausführen. So eignen sich zum Einstieg erst mal zehn Minuten pro Tag und Session. Wenn du willst, kannst du auch zweimal meditieren. Wenn du dich bereit fühlst, kannst du nach ein paar Tagen die Länge deiner Meditationspraxis in fünfminütigen Blöcken immer weiter steigern. 

Du wirst bemerken, wie sich die Fähigkeit, deine Gedanken zu bündeln und fokussiert zu bleiben, verbessert und du diese nach und nach über einen längeren Zeitraum ausbauen kannst. 

Zu den passiven Meditationen gehören auch geführte Meditationen, die häufig eine Dauer von zwanzig bis dreißig Minuten haben. Du kannst sie kostenlos im Internet finden und den Fokus auf ein Thema legen, das dich gerade beschäftigt. 

Wusstest Du schon?

Studien belegen, dass schon 5-10 Minuten des täglichen Meditierens ausreichend sind, um Beschwerden wie Bluthochdruck und Schlafstörungen zu lindern. Davon lässt sich ableiten, dass auch kurze Meditationseinheiten bereits zur Stresslinderung führen, solange sie regelmäßig ausgeführt werden. Die Effekte stellen sich schon nach ca. vier Wochen ein.

So gibt es zum Beispiel geführte Meditationen, um das innere Kind zu heilen oder geführte Meditationen, um Nervosität, Ängste und Depressionen zu lindern und sich dabei unter Anleitung auf das Herbeiführen von Wohlbefinden zu konzentrieren. Bei den aktiven Meditationen kommt Bewegung ins Spiel: 

So zählen unterschiedliche Formen von Yoga, diverser Kampfsport, Atemübungen, das Aufsagen und Singen von Mantras sowie Tanzmeditationen und auch bewusstes Gehen dazu. Auch hier ist das Ziel die volle Konzentration auf das gegenwärtige Tun. Weil die aktiven Meditationen so vielfältig sind, lässt sich die Frage der Länge nicht generell beantworten.


3. Motiviere dich, um mit deiner Meditation am Ball zu bleiben


Wie oft soll man Meditieren

Suche dir einen Platz in deiner Umgebung aus, den du für deine Achtsamkeitspraxis einrichtest. Vielleicht magst du Kerzen aufstellen, den Ort mit deinen Lieblingspflanzen oder einem Bild dekorieren. Die Farben grün, blau und lila wirken sich beruhigend auf die Psyche aus. 

Mit einem gemütlichen Rückzugsort wirst du wie von selbst in Meditationslaune kommen. Wenn du viel unterwegs bist oder wenig Platz in deinem Zuhause zur Verfügung hast, hilft dir vielleicht ein Meditationskissen oder deine Yogamatte. Vor der Meditation kann es hilfreich sein, dir die Intentionen deiner Achtsamkeitspraxis vor Augen zu halten: Meditierst du, um mehr Mitgefühl zu entwickeln? Oder um deine mentale Stärke auch in stressigen Situationen bewahren zu können?

Es gibt viele Intentionen für Meditation, die so unterschiedlich sind wie wir selbst. Wenn du willst, kannst du dir deine Intention innerlich als positiven Leitsatz formulieren, bevor du mit deiner eigentlichen Intention beginnst. Also zum Beispiel: "Ich meditiere, um mich mit dem natürlichen Fluss meiner Gefühle zu verbinden." oder "um gelassen durch den Tag zu gehen".

Wusstest Du schon?

Bei Menschen, die 5-15 Minuten ihres Tages dem Meditieren widmen, wurden Veränderungen in den Gehirnströmen festgestellt. Nicht häufig zeigen sich dann neben einer höheren Ausgeglichenheit auch verborgene Talente und mehr Kreativität.


4. Was du noch über die Meditation wissen solltest


Es ist vielfach wissenschaftlich erwiesen, dass die Meditation einige positive Effekte mit sich bringen kann. Einiges haben wir dir bis zu diesem Punkt auch schon näher erläutert. Wusstest du aber schon, dass eine Person, die sich täglich dem Meditieren für einen Zeitraum von fünf bis dreißig Minuten widmet, schon nach einigen Wochen eine positive Veränderung in der Psyche wie eine höhere Resilienz gegenüber Stress, eine gesteigerte Fokusfähigkeit und innere Ruhe feststellen kann. Dies wirkt sich wiederum positiv auf körperlicher Ebene aus.

Sehr lange Sessions können das Portal für höhere Bewusstseinsebenen öffnen. So entstehen bei manchen erfahrenen Praktizierenden innere Bilder und Eingebungen und ein Gefühl einer allumfassenden Einheit.

Ob du meditierst, um deiner Psyche und deinem Körper etwas Gutes zu tun, um mehr Achtsamkeit zu entwickeln oder um Spiritualität zu erfahren: Bring dich in deine Meditationshaltung und los geht's!

Abschließendes Fazit

Dank des Artikels "Wie oft soll man meditieren?" weißt du jetzt, dass eine tägliche Routine mental und körperlich viele positive Veränderungen mit sich bringt. Die Häufigkeit der Praxis ist ein umfangreiches Thema, das oftmals für Verunsicherung sorgen kann. 

Aber nun hast du ausreichend Information, um deine Meditationspraxis ideal für dich zu meistern. Du bist jetzt gut gerüstet, um dich auf dein Meditationskissen zu setzen und loszulegen.

Davor lasse uns doch bitte noch einen Kommentar da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema. Wir freuen uns auf dich!

Quellenangabe:

(1) https://yoga-papenburg.de/meditation-vorteile-wissenschaftlich-belegt/

(2) https://www.spektrum.de/news/meditation-wie-achtsamkeit-wirkt/1940368

(3) https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/psychologie/achtsamkeit/pwieachtsamkeitindermedizin100.html

Weiterführende Studie/Statistik:

Hier eine interessante Statistik zum Thema wie oft sich Menschen Zeit für Meditation nehmen:

FAQ:

Was bewirkt Tägliche Meditation?

Der Körper schüttet bei regelmäßigem Meditieren weniger stressförderndes Cortisol aus, das wichtige Bereiche in unserem Gehirn angreift und dauerhaft schädigen kann. Zugleich werden Areale im Gehirn gestärkt, die unser Verhalten positiv beeinflussen und uns gelassener durch das Gehen lassen.

Wie viel Meditieren pro Tag?

Wann und wie oft sollte ich meditieren? am besten jeden Tag- auch mehrmals, wenn es dir gefällt. Wann, ist egal. Meditierst du morgens, bevor du in den Tag startest, ist der Geist noch frisch und du kannst dich auf den anstehenden Tag vorbereiten.

Ist Meditation für jeden geeignet?

Meditation ist bis auf wenige Menschen für jeden geeignet. Viele Menschen meditieren bereits auch unbewusst, indem sie sich in einen bestimmten Gedanken, eine Empfindung oder Tätigkeit ,,versenken".

Ist es gut vor dem Schlafen zu Meditieren?

Meditation lässt dich innerlich zur Ruhe kommen - eine Grundvoraussetzung für wirklich erholsamen Schlaf. Gleichzeitig kann Meditation Stress nicht nur abbauen, sondern ihm auch vorbeugend entgegenwirken. Der Geist wird von emotionalem Ballast befreit. Das macht deinen Schlaf tiefer und ruhiger.

Kann man auch im Liegen Meditieren?

Wenn du im Liegen meditieren möchtest, dann sorge für eine weiche, angenehme Unterlage und genug Wärme. Für die klassische Rückenlage im Yoga (Shavasana) lasse die Füße hüftbreit locker auseinander fallen und lege die Arme mit den Handflächen nach oben auf die Matte.


Was denkst du darüber? Schreib es uns in die Kommentare!

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